Willingen 13.06.04 Xenofit Marathon

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Carsten

Willingen 13.06.04 Xenofit Marathon

Beitrag von Carsten » Mo Jun 14, 2004 06:13

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So hier mal auf die Schnelle die Ergebnisse der Kieler:

120km HLR 51. von 96 Susallek Veit, Dänischenhagen 68 RG-Kiel 6:53.54,1 1:49.45,4 (301) GR
90km HMR 46. von 327 Breske Felix 83 Kiel 4:53.42,1 59.34,4 (504) ¦
52km HKR 427. von 959 Demmel Detlef 70 Kiel 2:58.26,1 1:05.36,4 (611) ¦
52km MKR 46. von 347 Eder David 61 Kiel 2:34.54,9 41.58,6 (2061) ¦
52 kmHKR 613. von 959 Riemenschneider Robert 70 Kiel 3:14.02,8 1:21.13,1 (1255) ¦
52km HKR 425. von 959 Schauffert Jens 75 Kiel 2:58.25,3 1:05.35,6 (547) ¦
52km MKR 220. von 347 Scheibe Carsten 60 Kiel 3:13.34,8 1:20.38,5 (2143) ¦


Und hier das Höhenprofil:

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Zuletzt geändert von Carsten am Sa Jun 19, 2004 13:49, insgesamt 2-mal geändert.

Felix

Beitrag von Felix » Mo Jun 14, 2004 14:33

Man glaube gar nicht was man im Arm für einen Muskelkater haben kann, wenn man 20km lang versucht eine defekte schaltung zu bewegen.

Jens

Beitrag von Jens » Mo Jun 14, 2004 14:36

Mein Bericht folgt in Kürze! Nepper, Schlepper, Bauernfänger wäre wohl ein schöner Titel.

Jens

Carsten

Beitrag von Carsten » Di Jun 15, 2004 05:45

Allem voran noch mal ein herzliches Dankeschön an Diddi aus Willingen
http://www.diddis-bikeshop.de




David und Carstens Erfahrungsbericht:
Bei uns ging es am Samstag morgen bei bestem Wetter um 0700 Uhr von Kiel aus los.
Unterwegs telefonierten wir schon mit Jens, welcher mit seinem Kumpanen, DD, Veit und
Felix schon am Vorabend angereist waren. Unterwegs teilten diese uns mit, das das Wetter
in Willingen wortwörtrlich unterallersau war. Naja wir liessen uns nicht trotzen und bugsierten
die schweren Camper pünktlich um 1200 Uhr auf den Parkplatz in Willingen ein.

Erst einmal schnell zu Accreditierung um die Anmeldung zu machen.
Also irgendwie grenzt das dort irgendwie an Abzocke, ganze 54 Euronen für Zugang zur EXPO und Startgeld. :x :oops: :? :shock:
Dort gerade rausgekommen, gingen wir erstmal über das EXPO Gelände, ich meinerseits war das letzte mal vor 5 Jahren hier. Es hat sich viel verändert, alles ist größer um umfangreicher geworden.
So empfing uns dann dort auch erst einmal der Regen. Wir begutachteten so einige Stände.
Informierten und hier und dort über Neuheiten und konnte sogar defekte Sachen zum günstigen
Kurs neu bekommen.

Man traf Leute aus meiner alten Downhill Zeit, sogar einen wirklich guten Freund, denn Diddi Siepen, :D :D :D :D
der mittlerweile sich seit 4 Jahren unterhalb des Lifts in Willingen seinen eigenen Bikeverleih und Shop
aufgebaut hat. Er bot uns natürlich gleich an, das wir bei Ihm auf dem Gelände stehen durften.
Wir nahmen herzlichst an und so konnte abends dann noch mal über alte Zeiten anno 14-18
geplaudert werden. :lol:

:arrow: Das Wetter machte immer noch seine Kapriolen, nach meiner legendären Pasta mit Downhillsauce :P :P
Machten David und ich noch nen Rundgang über das Gelände, bevor wir seelig und ruhig einschliefen.

Am Sonntag morgen wurde um 0530 Uhr aufgestanden, der Regen trommelte schon leicht aufs Camperdach. Wir hatten genannt, jetzt gabs kein zurück mehr.
Morgens früh kräftig Müsli und Bananen in den Bauch, rein in die Klamotten und ab zum Start.
Dieser erfolgte sehr pünktlich. Ist schon ein irres Gefühl mit über 2700 Startern in Gruppen zu Starten.
Schade, das das Wetter nicht so gut war, so bekam man wenig von der wunderschönen Gegend mit.
Die Strecke war zwar nicht besonders technisch, aber ich als alter Downhiller hatte mit 64,3 km/h
mal wieder seit langer Zeit nen richtigen Abfahrtsspaß. Zum Glück hatte ich auch Jens Rat befolgt auf
meinem neuen Rocky ne 34er Scheibe hinten mit einzubauen, die vorzüglich half, fast jede brutale matschverschmierte Steigung den Berg hinauf zuschrauben.
Der Versorgungspunkt war mager ausgestattet, da hatte ich mehr erhofft, hab dort dann nur nen Getränk und ne Banane in den Schlund gedrückt und war wie alle Teilnehmer wohl dermassen überrascht, als gleich wieder nen mächtiger Anstieg kam. Der Mund voll, den falschen Gang drin und schon stand man.
Was mir nicht zum Schluss gefiel, man hatte tatsächlich in Willingen Autogegenverkehr, so was darf bei so einer Veranstaltung einfach nicht sein !!! Naja, was noch zu erwähnen ist, nagelneue Bremsbeläge waren nach über 50 km runter, also sollte ich wohl demnächst auf die grünen von Magura zurück greifen. :oops:
So kam man dann wieder nach Willingen rein, wo die Zuschauer einen doch mal wieder anfeuerten.

Bei Diddis Bikeshop wieder angekommen, war David schon wieder fertig und aus der Dusche raus.
Diddi bot uns an, seinen Dampfstrahler zu benutzen, so konnten wir erst mal 10 kg Dreck vom Rad runterholen. Nachdem ich meine Beine von fast 1cm Dreck befreit hatte sprang ich dann unter die Dusche. Dann war erst mal WOMO Pflege angesagt.

So kamen wir um 1300 Uhr auf den Weg nach Hause, kaum aus dem Sauerland raus, erschien uns die Sonne. Nach Stärkung bei MCDoof in Rinteln kamen wir um 1900 Uhr in Kiel bei bestem Wetter und warmen Temperaturen an.

FAZIT: Willingen gerne wieder, aber nicht zum Bike-Festival ! :evil: :evil: :evil:

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Zuletzt geändert von Carsten am Fr Jul 16, 2004 20:33, insgesamt 3-mal geändert.

Jens

Xenofit Bikemarathon Willingen 13.06.04

Beitrag von Jens » Do Jun 17, 2004 11:55

Zu diesem Marathon reisten wir mir großer Besetzung an, denn die Teamwertung lockte doch sehr. Mit von der Partie waren Carsten, David, Felix, DeDe, Veit und ich. Leider gelang es uns nicht zusammen etwas zu unternehmen. Aber vielleicht ja beim nächsten Mal.

DeDe, Felix, Veit und ich waren in Usseln, der Nachbargemeinde von Willingen, abgestiegen. Etwas weiter weg vom Trubel des Festivals war es sehr angenehm. Leider kann dies vom Wetter nicht behauptet werden. Seit unserer Anreise am Freitag gab es nur wenige trockene Momente und entsprechend sah die Marathonstrecke dann auch aus.

Beim Frühstück hatte schon niemand mehr wirkliche Lust sich durch den Dreck zu quälen. Allerdings standen wir pünktlich um 7.30 Uhr doch alle wenn auch mit unterschiedlicher Motivation am Start. Naja, wer 450 km Anreise auf sich nimmt, der sollte wenigstens die kleine Runde mit 52 km fahren, so die einhellige Meinung.

Veit ging das Rennen aus Startblock B unmittelbar nach den gesetzten Fahren an. Während des Rennen hatte er den ein oder anderen Bodenkontakt und durfte sich über ein lautes Knacken wundern. Veit war dann auch der einzige von uns, der die 123 km Distanz fuhr. Sichtlich gezeichnet von dem Modder erreichte er den 50igsten Platz. Der Schock kam aber erst zu hause beim Putzen, denn erst dann fand Veit in seiner Gabel den Grund für das mysteriöse Geräusch. Die Brücke ist schlich gebrochen. Mit großem Glück: Willkommen zu hause!

Felix startete mit DeDe und mir aus Block C. Bei dem Sauwetter lief es für ihn zunächst recht gut. Wie Felix berichtete, fühlte er sich stets wohl und hatte auch alsbald Carsten, David und Veit, unsere Leute in Block B, hinter sich gelassen. Mehr als Felix selbst setzte die Strecke allerdings seinem Rad zu. Bei Kilometer 80 verweigerte der hintere Schaltzug seine Arbeit völlig und Felix wurde klar, dass es heute für ihn bei 99 km, also der mittleren Runde, bleiben würde. Was macht der Kerl also? Genau, Gas geben und alles und jeden überholen, um schließlich noch auf Platz 46 zu stürmen. Super! Den obligatorischen Sattel hat Felix natürlich auch wie schon im Harz vernichtet.

Bei DeDe und mir verlief es ruhiger. Wahrscheinlich war unsere Motivation auch die geringste. DeDe schlug vor, die kleine Strecke zusammen zufahren. Mir war zwar nicht klar, wie das im Getümmel von 2711 Startern umgesetzt werden sollte, aber wir schafften es. Das Rezept hierfür hieß schlicht Beine hochnehmen und nur kein Stress. Nach gut zwanzig Kilometern überholten wir Carsten, der Probleme mit seiner Brille hatte. Überhaupt war die Sicht eines der größten Probleme unterwegs. Die Brille war permanent dicht mit Dreck. Hatte man diese abgewischt, was eigentlich nicht ging, denn womit sollte man den wischen, alles andere sah ja ähnlich versaut aus wie die Brille. Als Lösung blieb wohl nur noch die Apfelschorle aus den Trinkflaschen. Sah evtl. komisch aus, wenn man seine Trinkflasche in sein Gesicht kippt, aber außer das es dann klebte konnte man wieder sehen. In den Anstiegen nahm ich die Brille einfach ab, da sie eh beschlug. Bei meinen Dioptrienwerten wahrlich mehr als fahrlässig. Ich zahlte mit zwei Faststützen und einem richtigen Abgang. Mittendrin war dann noch diese wirkliche schlechte Versorgungsstation, die immerhin einen Dampfstrahler hatte, um Antriebe und Schaltungen wieder freilegen zu können. DeDe und ich erreichten total nass aber glücklich und Hand in Hand die Ziellinie als 425igsten und 247igster. Auf Platz 426 ist ein Unbekannter, der genau die Hunderstel Sekunde zwischen uns erwischte. Wer denkt, dass es im Ziel noch was zu Essen oder trinken für müde Krieger gab, der irrt. Ein weiteres Manko. Die Strecke an sich wirkte auf mich überraschend flach, fast schon langweilig. Wo die 1290 hm der kleinen Runde waren weiß ich nicht.

Über Davids Rennen kann ich nicht viel schreiben, nur das er 46er auf der kurzen Strecke in der Masterswertung geworden ist. Ein tolles Ergebnis. Carsten, der auch ohne Voranmeldung in Block B stehen durfte, erreichte mit neuem Rad den 220igsten Platz in gleicher Wertung.

Bike Festival Willingen

Der Marathon war diesmal in ein „Bike-Festival“ eingekleidet. Eigentlich ist jedes Wort zuviel, was ich hier schreibe, denn diese Veranstaltung war echt unterirdisch. Bei dem viel gelobten und beworbenen XC-Rennen sollte unter anderem Deutschlands Topteam T-Mobil mit dem EX-Weltmeister und Olympiasieger an den Start gehen. Aber die Herren hatten wohl keine Lust. Es gab demnach ein schlecht besetztes Rennen ohne wirkliche Stars. Schade.

Nach kürzester Zeit dürfte auch der dümmste gemerkt haben, dass es hier nur ums Abzocken ging. 8 Euro Tageseintritt für eine Messe, die keine wirklichen Neuheiten bot. Nach Messepreisen war den Ausstellern auch nicht zumute, so dass meist normale Ladenpreise verlangt wurden.

Nett war, dass viele Räder gegen Hinterlegung des Personalausweises probegefahren werden durften. Dies nicht nur im Kreis sondern in den Bergen um Willingen. Toll! DeDe und ich begaben uns folglich am Vortag des Marathons auf eine Trainingsrunde mit den neuen Genius Fullys von Scott. Unsere eignen Boliden blieben so immerhin sauber.

Jens

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