...wie einige evtl. schon wissen, war ich letzte Woche schon mal im Vinschgau - zwar nicht als reiner MTB-Urlaub, aber mein Bike konnte ich natürlich trotzdem nicht zu Hause lassen!
Insgesamt war ich an zwei Tagen unterwegs, von denen ich euch hier mal berichten wollte. Inspiriert wurde ich dabei vom "TrailsBook Vinschgau".
Tour 1 - Die Laaser Großböden
Die Beschreibung aus dem Trailsbook lautet dazu wie folgt:
"Fahrleistung: 12,5km, 460hm, 2:00h, Trails S0
Kondition/Technik/Risiko: jeweils 2 von 5 Sternen
Charakter: Gemütliche Tour mit nur kurzen Steilstücken im Anstieg und einem flowigen Auf und Ab im Singletrail.
Facts&Trails: Zwar piesakt der Anstieg zu den Großböden mit steilen Passagen, doch wechseln sich diese immer wieder mit Flachstücken ab. So ist sichergestellt, dass sich der Anblick der Gletscher im Talgrund des Laaser Tals gegenüber noch im Vollbesitz der Kräfte genießen lässt. Es folgt ein wunderbar flowiger Trail in stetem Auf und Ab zur Tanaser Straße. Kurz darauf lohnt eine Einkehr in Allitz, bevor ein Asphaltband in direkter Linie hinab nach Laas pfeift."
Da ich noch nie zuvor in den Alpen war und mir alleine schon der Anblick der 4000er rings um unsere Unterkunft in Laas den Atem raubte, wollte ich meine erste Tour ruhig angehen - die Beschreibung hörte sich da ziemlich entspannt an.
Hier mal der Ausblick von unserem Balkon:

Aus dem Tal auf ca. 800hm habe ich mich dann also auf den Weg gemacht. Nach kurzem Einradeln auf Asphalt kam ich dann zu einem Forstweg - offensichtlich der Weg nach oben.
Alleine schon die ersten Meter waren für mich der Hammer. Stellt euch die Steigung am Hessenstein (die Teerstraße hoch zum Funkturm) vor... die jetzt aber kilometerlang. Stand da in der Tourenbeschreibung nicht irgendwas von "entspannt"?!!! Dann kam bei mir aber der "AHA-Effekt" - einmal im Rythmus und nicht all zu schnell, lässt es sich tatsächlich recht entspannt hinauf pedalieren.
Das ganze hat dann so gute 45 Minuten gedauert, bis mich der Trail auf ca. 1250hm auf demselben breiten Forstweg weiterführte.
Bis hier fahrtechnisch ziemlich langweilig, der Ausblick war aber der Hammer:

Auf dem weiteren Weg wurde ich dann noch von einigen Schafen begleitet...

...bis ich dann eeeeeeeeeeeeeeeeeendlich den versprochenen Singletrail erreichte.
Die ersten Meter waren RICHTIG gut. Zuerst führte es mich durch ein kleines Waldstück, wo ein paar knifflige, aber nicht zu schwere Stellen auf mich warteten. Das ganze dann noch leicht bergab, so dass ich nicht großartig treten musste. Herrlich.
Nach ein paar Minuten war das Stückchen dann aber schon vorbei und der Trail ging vergleichbar mit dem Magdeburger Weg aus dem Harz weiter.... Nur hier ging es noch steiler und vor allem deutlich tiefer bergab. Ich als flachlandtiroler mit ausgeprägter Höhenangst hatte da doch schon deutlich Respekt... Wenn das 2 von 5 Risiko-Sternen seien sollen, dann mach ich mir spätestens bei 4 in die Hose.
Außerdem: ein paar Stellen waren für mich auf diesem Trail nicht fahrbar... Ich musste absteigen und das Rad tragen bzw. schieben. Technik 2 von 5?! Trails S0 ?!!!!! Passt irgendwie nicht.
Hier mal ein paar Eindrücke:


Zu meiner großen Enttäuschung war der Trail dann aber nach noch nicht mal 10 Minuten schon durch.
Ich bin dann auf eine Straße gelangt, welche mich eigentlich auf direktem Wege wieder zur Unterkunft führen sollte.... Aber dank Garmin habe ich noch eine alternative Route gefunden, welche einen kurzen aber dafür knackigen Singletrail offenbarte... Auch hier galt: nicht zu technisch, schön bergab aber leider viiiiieeeel zu kurz.

...anschließend gings dann auf Forstwegen und zum Teil auf Asphalt zurück zur Unterkunft.
Insgesamt hatte ich mir natürlich nicht zu viel von dieser Tour versprochen, war aber trotzdem ein wenig enttäuscht. Der Trailanteil war mir natürlich viel zu gering - es ging zu 95% auf Straßen bzw. Forstwegen voran. Laaangweilig.
Ein paar Tage später bin ich dann aber zur zweiten Tour aufgebrochen, bei der alles anders werden sollte...... Davon demnächst dann mehr.















