Bei allerbestem

Wetter traf sich die identische Besetzung wie letzte Woche: Sven, Hauke, Mark, Jens P. nebst mir an der Bresthalle, um eine gepflegte Runde zu drehen. Als heutige Streckenführung entschieden wir uns für das sagenumwobene Schwentinetal und den Rosenfelder See....Marks Westentaschen-Hausrevier sozusagen und demnach wurde er auch zum Guide gekrönt. Es ging also – wen wunderts – deshalb recht zügig los und über die Moorteichwiese auf die Gablenzbrücke und immer die Werfstraße entlang. Ich habe schon angenommen, ich wäre zu warm angezogen aber es war noch einigermassen frisch zu diesem Zeitpunkt. Nur Hauke schien das nicht zu stören und war mutig, denn er war heute in “Kurz“ *staun* unterwegs. Bevor Mark noch seine Anekdote über sein australisches outfit erzählt hat, waren wir auch schon am Volkspark.
Hier gabs die ersten kleinen „mini-up & downhills“ und wir kamen dann doch ins Schwitzen und Jens' fand hier Gelegenheit seine neue Hayes das erste Mal richtig zu testen.
Es folgte dann die Fahrt am Lanasee entlang und Richtung Wellsee...hier dann kurz nach Citroen rechts ab durch die schöne Landschaft, die berüchtigt-fiese Linkskurve passierend, wo das Wasser sehr hoch steht und die schon David und Carsten liegenderweise gut kennengelernt haben. Vorsicht war geboten. Hervorzuheben dann das Rönner Gehölz wo wir noch diesen berühmten netten kleinen Hügel hoch sind, der leider suboptimal befahrbar war aufgrund der vielen Äste auf dem Weg. Schiebend oben angekommen wurden wir aber anschließend mit der tollen laubbedeckten Abfahrt belohnt und dem netten Abschluß-Hubbel, der uns direkt auf die Straße katapultiert. Während Hauke einen Platten versorgte, fragten wir uns, ob wir nicht auch mal wie „men in black“ mit schwarzem Helm fahren sollten, denn viele Reiter und schwarze Rösser waren unterwegs und sahen doch schon ziemlich klasse aus und hatten auch ähnliche Neoprenüberschuhe wie wir:-). Nachdem dann auch ein „Disc-test“ XT versus Hayes 9 beendet wurde, konnte es weitergehen und wir namen noch mal die gemeine Steigung linke Hand und scheiterten alle kläglich. Wir näherten uns dann dem glanzvollen Raisdorf und einer mir/uns noch unbekannten Querung an der Schule entlang zu den Hängebauchschweinen runter. Wow...das ging mit Speed und das war klasse. Hier sinnierte ich ob meine Jugend wo ich mehr im Wasser als am Wasser gespielt habe und schlussfolgerte meinen Antrieb, mich jeden Sonntag freiwillig einzusiffen. Sven kam das bekannt vor und hatte ein fettes Grinsen auf den Lippen. An der Schwentine entlang fuhren wir dann die üblichen verlaubten schönen Wege und den einen tollen trail um den Rosensee, bevor wir wieder die B202 erreichten.
Kurz vor Rosenfeld dann von Mark der Hinweis, daß in 300 m ein Ortsschild wäre. Hier machte ich mir Bernds unnachahmliche Spritzigkeit zugute und schaltete den Turbo ein und sagte „okay“ und ballerte auf dem mittleren Kettenblatt prompt los. Ich merkte, daß sich Marks „Rotes Wild“ dies nicht gefallen lassen wollte und hörte ein „Schnaufen“ und hatte ihn sogleich im Nacken. Noch nie war Bernd so wertvoll wie heute. Mit halber Radlänge ging der Pokal heute an Bernd....er hatte einfach einen guten Tag und ich wurde mitgerissen...ein stolzes Ross und sein Reiter..yeehaahh

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Mark liess sich das aber natüüüüürrlich nicht nehmen und setzte die Fahrt umso zügiger fort. Immer an der Schwentine entlang hoch und runter und immer wieder mit kleinen Tempoerhöhungen passierten wir gottseidank irgendwann Klausdorf und erreichten die Oppendorfer Mühle, wo der schöne Radweg quer über die Wiese etwas zum Ausruhen einladete und leider dem Straßenbauamt zum Opfer gefallen ist und fies geplättet wurde.
Glücklich und zufrieden erreichten wir die Brücke an der Holsatiamühle und verabschiedeten Mark und dann ging es zu Viert über die Werfstraße zurück. Am Bahnhof trennten wir uns dann und stellten fest, daß Schutzbleche heute wirklich sinnlos waren....wir sahen aus wie Hängebauchschweine...*grunz*-klasse!!.....50 km...ich habe fertich...
Gruß, Sven